Seidige Träume

Ich liebe das Fahrradfahren! Bisher bin ich ja nur durch die kleinen Mittelgebirge Deutschlands gefahren, einmal ganz über den Feldberg, ein andermal quer durchs Erzgebirge und bis in den Spreewald hinein … . So eine richtige Herausforderung war das aber nocht nicht für mich! Ein Wochenende unterwegs zu sein ist ja ganz schön, drei Wochen Radurlaub, bei dem ich sogar die wirklich kleinen Dörfer zu sehen bekomme, das ist zwar wunderbar, dennoch gibt es das auch jedes Jahr gleich zweimal bei mir, hingegen eine Fahrt in weit entlegene Teile der Welt, hört sich das nicht einfach nach einem riesigen Abenteuer an?

Wer meint, mit dem Auto nach Spanien zu fahren, sei eine kühne Unternehmung, der irrt! Es gab da früher einmal, als die modernen Verkehrswege noch nicht so weit ausgebaut waren wie heute, eine Straße, die eigentlich weniger wie eine moderne Autobahn aussah, und trotzdem hatte sie über Jahrtausende eine wichtige Bedeutung in der Welt: die Seidenstraße. Auf dieser Art historischen Wanderroute lässt es sich nun nicht ausschließlich mehr per Kamel reisen, denn das Fahrrad hat die Welt der Sportbegeisterten längst erobert!

Schon vor längerer Zeit bin ich auf die Idee gekommen, einmal den Spuren alter Seidenhändler zu folgen, leider spreche ich jedoch bis heute kein Russisch, und der Iran ist derzeit ebensowenig ein gutes Pflaster für Touristen! Nun ja, die Vorbereitungen für solch einen Trip sind also offenbar sehr umfangreich. Was würde ich beispielsweise machen, wenn mir 40 Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt plötzlich ein Reifen platzten täte? Oder wie soll ich mich auf einsamer Strecke wirkungsvoll vor Räubern schützen? – So viele Fragen muss ich noch klären, bevor ich dieses Abenteuer endlich in Angriff nehmen kann!

Meine Reise von Frankfurt nach Peking muss wohl noch ein paar Jahre gründlicher Planung gewidmet bekommen, sonst komme ich hier schlichtweg nicht los! Soll mich das Warten aber unterkriegen? – Mitnichten, ich hoffe nämlich weiterhin auf die Verwirklichung meiner Träume!

 

Alfred Eich

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Jahreszeitentaumel

Ich dachte früher immer, im Norden sei es generell eher kalt, und im Süden sei es immer warm! Letztes Jahr bin ich deshalb einmal in den tiefsten Süden gefahren: ins argentinische Feuerland nämlich. Mit reichlich kurzen Hosen hatte ich mich vorsorglich bereits bewaffnet, doch wie konnte das sein? Hatte ich etwa total falsche Kleidung eingepackt, oder hatte sich der Pilot vielleicht schlichtweg verflogen?

Ich dachte mir, mitten im Juli müsste der Sommer eigentlich voll im Gange sein, nicht wahr? Trotzdem lachten mich die anderen Gäste an Bord des Fluges ständig irgendwie komisch an, als ob ich ein Komiker wäre! Natürlich bildete ich mir ein, die hätten wohl gerade zuviel des kostenlosen Schnapses an Bord in sich gehabt, darum kümmerte ich mich auch auf keinem der Umsteigeflughäfen wirklich darum. Doch kaum komme ich in Ushuaia an, schneite es, und wie ich da so in kurzen Hosen und T-Shirt aus dem Flugzeug watschelte, überkam mich jäh solch ein frostiges Gefühl!

Nach einem flotten Spurt in den Bus hinein rief mir der Busfahrer aufgeregt zu “Bei -5°C laufen Sie herum, als wäre es Hochsommer! Wollen Sie denn erfrieren?”! Ich fragte vorsichtig, wann denn die seltsame Kälte einmal wegginge, damit endlich echtes Sommerwetter käme. Plötzlich brach er in ein lautes Gelächter aus: “Wo ist hier die Kamera? Ehrlich, jemand, der so tut, als wäre auf der Südhalbkugel zur gleichen Zeit Sommer wie auf der Nordhalbkugel, noch dazu mit Sommersachen im Winter, das ist zum Schieflachen! Nur, ‘mal ganz unter uns: Bekommen Sie denn vom Fernsehchef auch eine saftige Gefahrenzulage, von wegen Lungenentzündung und dergleichen?”. Jetzt dämmerte es mir wie ein Schlag ins Gesicht: Hier war jetzt Winter, und das wohl noch monatelang!

Drei Wochen lang musste ich fortan strikt in meinem Hotelzimmer bleiben, so der Arzt, den ich rufen musste, und mir von den freundlichen Hotelangestellten alles aufs Zimmer bringen lassen, denn eine starke Erkältung kam bei mir gleich über Nacht auf. Dennoch bin ich im Nachhinein glücklich, denn eine Lungenentzündung wäre ja sogar noch viel schlimmer gewesen! Was wurde also aus meinem Urlaub?

Von meinem Bett aus konnte ich die verschneite Landschaft draußen durch das große Aussichtsfenster in meinem Zimmer hindurch gut beobachten. Zudem war ich besonders dankbar für die gute Heizung in meinem Zimmer, mit deren Hilfe ich gut über 30°C drinnen haben konnte: ganz anders als die Schwächlingsheizungen, wie sie in Deutschland heutzutage leider immer häufiger anzutreffen sind! Nur, was nutzte mir all der schöne Ausblick alleine schon, wenn ich einfach krank dalag, und sonst nicht viel machen konnte?

Am Ende der dritten Woche, man hatte mir schon genügend Winterbekleidung besorgt, konnte ich zum Glück wieder, wenn auch mehr klapprig denn stabil, den Weg nach Hause antreten. Toll, das ich das geschafft habe, sogar ohne dabei zusammenzuklappen!

 

Hugo Ebert

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Glitzernde Steine

“Auf nach Australien!” dachte ich mir vor ein paar Jahren, als ich wieder einmal Crocodile Dundee im Fernsehen sah. Mann, war der Film auch nach zehnmaligem Ansehen noch atemberaubend spannend! Kurzum, ich wollte mir dieses weite Land einfach einmal selbst betrachten: die Känguruhs, die rote Erde, die Eingeborenen, alles.

Wie glühend heiß die Sonne den ganzen Kontinent aber in Wirklichkeit macht, das hätte ich mir nicht gedacht! Schon nach einem kurzen Spaziergang in der sengenden Hitze, nur zum Eisladen an der Ecke hin, holte ich mir einen fürchterlichen Sonnenbrand auf dem Kopf, wie konnte das nur sein? Normalerweise sollen doch die Haare eigentlich die Kopfhaut vor einem Sonnenbrand bewahren! Warum halfen meine Haare jetzt bloß nicht? Na ja, die nächsten Tage konnte ich also offensichtlich nicht hinausgehen … .

Eine Woche nach meinem Sonnenbrand traute ich mich dann endlich wieder nach draußen, aber bloß nicht ohne meinen Hut! Sonst gehe ich generell lieber ohne den Hut spazieren, jedoch bei dieser Sonne wäre mein Kopf sonst täglich nur Toast. Möchte ich denn tatsächlich meine Gesundheit, ja vielleicht sogar mein Leben, riskieren, einzig und allein, weil es mir an sich bequemer wäre, völlig ohne Hut herumzulaufen? Die Schmerzen vom Sonnenbrand reichten mir da wirklich schon aus!

Jedenfalls kam ich nicht nur nach Sydney, sondern ich habe dort in Australien ebenfalls an einem Trip zu einer Opalmine teilgenemmon. Das waren vielleicht scharfe Sicherheitsvorkehrungen! Dauernd stand eine Horde an Sicherheitsmännern um uns Touristen herum und passte streng auf, dass wir ja nichts mitgehen ließen … . Auf einmal packte mich einer von ihnen am Arm! “Sorry Sir!”, zu Deutsch “Entschuldigung, mein Herr!”, wandte sich einer der Herren in Uniform an mich. Alle anderen Tourgäste guckten mich plötzlich an, als ob ich ein Verbrecher wäre, mir lief der Schweiß von der Stirn wie ein Rinnsal und ich fragte mich, ob sie mich jetzt womöglich noch grundlos einsperren würden!

Der Mann bückte sich, hob meinen Fuß hoch und pulte mit einem feinen Metallstäbchen in meiner Sohle herum. Ich fragte ihn, was er da machte, da streckte er mir einen nur wenige Millimeter großen Stein entgegen: “Your shoes wanted to steal it!” (“Ihre Schuhe wollten diesen stehlen!”). Für einen Moment gucken wir uns ernst in die Augen, dann bricht er jäh in schallendes Gelächter aus! Er erklärt mir daraufhin, meine Schuhe hätten rein zufällig einen Rohopal vom Fußboden aufgenommen und zwischen die Kerben meiner Sohle gepresst. Deshalb sei ich gewissermaßen ein unbescholtener Dieb! Ihm und seinen Kollegen passiere so etwas ständig, und so sähe ihre Arbeit die meiste Zeit über eben wohl aus … . Wenn kein echter Diebstahl geschähe, versuchten sie, so gut es ginge, die Touristen bei Laune zu halten, so denn auch mich!

Am Abend kehrten wir wieder in unser nahegelenenes Hotel zurück, wo die Wirtsleute uns gleich allerlei Geschichten über die Minen zu erzählen wussten! Minenarbeiter, die es offenbar geschafft hätten, Steine unbemerkt aus der Mine zu schmuggeln, seien plötzlich reiche Männer gewesen und wären flugs ins Ausland gegangen. Scheinbar wollten die Leute, die es sich leisten könnten, alle von hier weg! Natürlich sind 50°C im Schatten wenig einladend, das muss ich mir selber gleichwohl eingestehen, darum kann ich diese Leute nämlich sehr gut verstehen.

Ich denke noch heute an diese glitzernde Opalmine zurück! Wäre es dort nicht so heiß, ich glaube, ich würde mein Glück dort ebenso selber einmal versuchen, aber wie schaffen die Menschen es nur, mit dieser Glutwolke klarzukommen?

 

Fabian Richter

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Unbegrenzte Möglichkeiten?

Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr nach Kanada fliegen, doch irgendwie wurde wohl nicht so recht etwas daraus … . Vancouver erschien mir einfach eine Reise wert. Bei meiner Buchung bin ich ja ganz normal vorgegangen: Zuerst hatte ich die Flugpreise im Internet verglichen, dann kamen die Hotelpreise dran, und selbst an genügend Zwischenstopps hatte ich gedacht! Nebenbei gesagt fand ich die Idde auch ganz nett, erst noch schnell in New York und Los Angeles Station zu machen, bevor ich nach Vancouver gekommen wäre, jedoch, wie hätte ich ahnen können, was während der Reise passieren würde?

Gerade erst in New York angekommen, wartete ich auf meinen Koffer. Nach einer halben Stunde war er immer noch nicht da! Klemmte da am Gepäckband wohl etwas? Ich entschied mich schließlich, zum Infoschalter zu gehen, um nach meinem Koffer zu fragen! Vielleich wüssten die ja etwas. Die nette Dame an der Rezeption sagte mir in akzentfreiem Deutsch, es könne halt einmal vorkommen, dass ein Koffer verloren ginge, ich solle erst einmal das Standardformular ausfüllen. Ich fragte nach, woher sie denn so gut Deutsch könne. Sie meinte: “Isch bin doch ka Hutsimpel!”. Da war mir sofort klar: Sie kam aus Hessen! Eine Weile redeten wir recht nett miteinander. Langsam wurde ich aber ein wenig müde vom langen Flug.

Kaum wollte ich mich also verabschieden, kamen plötzlich zwei Männer an mir vorbeigeeilt! Sie brachten einen Koffer nach hinten, öffneten ihn flink mit einem Brecheisen, und während ich so zusah, wie ein Drogenhund die ganze Wäsche vollsabberte, dachte ich mir noch: “Wie ekelig, gut, dass das nicht mein Koffer ist!”. Daraufhin bemerkte ich meinen Mickeymausaufkleber am Koffer! Es dämmerte mir jetzt jäh, wessen Koffer das nämlich war. “Das ist mein Koffer, Finger weg!” schrie ich beherzt und bahnte mir gleich eilig den Weg nach hinten. Ich versuchte, den Hund wegzuscheuchen, doch der biss glatt zu! Mein Ringertraining machte sich fortan bezahlt, denn ich würgte den Hund, bis er endlich von mir abließ. Mein Bein blutete leider dann stark, und nach kurzer Zeit schon verlor ich das Bewusstsein!

Als ich wieder aufwachte, stand ein dicker Polizist vor mir. Man vernahm mich noch im Krankenhaus. Am Ende der ganzen Zeit in New York wurde ich sogar auf 10000 Dollar verklagt! Musste ich mir das wirklich bieten lassen? Erst brachen die mir meinen neuen Koffer mutwillig auf, dann durchstöberten und beschmutzten sie mein Eigentum, und zu guter Letzt bestraften sie mich dann auch noch, weil ich mich gegen diese Übeltäter tatsächlich gewehrt hatte? Ich verstand die Welt nicht mehr!

Nun bin ich glücklicherweise wieder zu Hause, doch die USA betrete ich garantiert nie wieder! Das ist ja beinahe so, als ob mein Eigentum, sobald ich die Grenze passiere, plötzlich nicht mehr meins wäre. Wieso lassen die nicht einfach mein Gepäck in Frieden? Ich hätte meinen Koffer nicht abschließen sollen? Wenn ich ihn nicht abschließe, dann kann doch jeder Idiot mir meine Sachen flugs klauen! Wollen die Grenzkontrolleure, dass ich darüber lache? – Das finde ich jedoch absolut nicht witzig!
Demnächst fahre ich lieber wieder nach Spanien, da wird meine Privatsphäre wenigstens noch respektiert

 

Gerd Holperich

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Flugpreisüberlegungen

Verreisen kann sehr teuer sein! Was ist aber wohl das Teuerste an der ganzen Reiserei überhaupt? Mir kommen zuallererst die Hotels in Verdacht, sich möglicherweise gerne an arglosen Weltenbummlern bereichern zu wollen. Mit Preisen von teilweise mehreren Hundert Euro pro Nacht frage ich mich da wirklich, wer das noch bezahlen kann und will, ja gibt es denn so viele Leute, die ihr Geld, so sie wohl genügend davon haben, tatsächlich quasi in den Sparstrumpf einer Hotelkette stecken wollen? Doch die Hotels sind nicht der hauptsächliche Grund, warum das Reisen oftmals so über die Maßen teuer ist, schließlich gibt es ebenso fast überall auch günstigere Ferienwohnungen zu mieten.

Der wahrscheinlich am wenigsten beachtete Grund für hohe Reisepreise ist, so wie ich selbst herausfand, das Fliegen an sich! Egal, ob eine Airline nun lustig meint, kleine, geflügelte Insekten wären bei ihnen willkommen, das Fluggeschäft finanziert sich leider nicht von allein … . Der Treibstoff ist hierbei nicht alles, was bezahlt werden will: Sitze, Speisen, Getränke, Kabinenpersonal und ein großes Repertoire an High-Tech-Geräten kosten den Betreiber echt viel Geld! Deshalb sind eben nicht alle Flüge wirklich billig.

Auf Langstreckenflügen gibt es zudem bei vielen modernen Fluggesellschaften die Möglichkeit, nicht nur schnöde Sitze zu mieten, wie man sie für gewöhnlich in Passagierzügen finden kann, nein, einen cleveren Mix aus Stuhl und Schlafcouch bekommt der Gast in den höherzahlenden Klassen sogar zu seiner eigenen Überraschung geboten! So kann ich, falls ich das Geld haben sollte, mehrere Tausend Euro für einen Flug auszugeben, unterdessen sehr bequem reisen, selbst wenn ein Marathonflug beispielsweise von Europa nach Australien mir ansonsten so einigen Kummer bereiten täte. Andernfalls müsste ich wohl entweder meine Reise in mehrere Etappen aufteilen, oder einfach versuchen, auf einem solch langen Flug mich gleichwohl mit dem normalen Standardstuhl anzufreunden … .

Das Sahnehäubchen setzten aber bestimmt Fluggesellschaften wie Emirates Airlines oder Singapore Airlines als Vorreiter in Sachen luxuriösester Flugreisen der heutigen Welt einer gesamten Flugbranche auf, denn welche gewöhnliche Fluglinie kann ihren Passagieren sonst schon auch nur annähernd vollwertige Hotelzimmer bieten? War es früher, alleine aus Platzgründen, schlicht nicht möglich, solche großzügigen Kabinen in ein Linienflugzeug zu verbauen, ermöglichen die Großflugzeuge der neuesten Generation hingegen einen Komfort, der mit Betonung an die Qualität von Schiffskabinen wie auf den riesigen Kreuzfahrtschiffen erinnert! Könnte ich selber mir aber jemals einen Flug in dieser Flugkategorie leisten?

Ein Nonstop-Flug über einen großen, weiten Ozean hinweg, und zwar in der Luxuskabine, kostet oftmals mehrere tausend Euro! Zum Vergleich kann ein Billigflug von Deutschland aus ans andere Ende der Welt, nämlich nach Australien, bereits für unter 1000 Euro bekommen werden. Offensichtlich bekommt der Urlauber hier die Wahl, die er ebenso an vielen Orten anderswo hat: im Restaurant, in der Bahn, in Einkaufsläden usw. ! Muss ich mir denn in der Tat wahren Lux leisten? – Nein, das muss ich natürlich nicht, doch falls ich es mir je leisten könnte, warum sollte ich dann wiedrum darauf verzichten?

Ich finde, ich buche lieber nur das, was ich mir wirklich leisten kann! Wer hat schließlich überhaupt etwas davon, wenn ich mich für meinen Urlaub gar voll verschulde?

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Ein neues Zuhause in der Ferne?

Ich bin schon wieder beim Inder! Das dritte Mal in dieser Woche kann ich es einfach nicht lassen, mich quer durch die Speisekarte zu schnabulieren. Wenn ich selber so gut kochen könnte wie die im Restaurant, ich täte jeden Tag Indisch kochen! Bedauerlicherweise kann ich jedoch nicht wirklich gut kochen. Eine Frage stellt sich mir da nur: Warum bin ich eigentlich noch nie nach Indien gereist?

Da frage ich gleich den Chef meines Lieblingsrestaurants, wo es in Indien sich am meisten lohnt, hinzufahren! Er meint, überall in Indien gäbe es schöne Gegenden und wiederum Gebiete, in denen die Armut vorherrsche … . Folglich sei es allein mir selbst überlassen, wo ich denn nun hinwolle. Ich gucke enttäuscht. Dann sieht er mich aufmunternd an und sagt: “Hey, Du bist doch unser Stammgast! Wenn ich Dir erst sage, wo ich herkomme, dann wanderst Du bestimmt dahin aus, und wer isst dann jede Woche bei mir?”. Wir fangen an, zu lachen!

Nach ein paar Minuten haben wir uns wieder beruhigt, und er erzählt mir, er käme aus Chennai, auch Madras genannt. Da geht mir plötzlich ein Licht auf! “Ist das nicht dort, wo das leckere Curry herkommt?” frage ich aufgeregt. Mein herzt pocht vor Freude! Er meint: “Ja, aber in ganz Indien gibt es gutes Curry … .”. Jetzt kann mich nichts mehr halten: Ich will endlich in den Urlaub, ich will nach Indien!

Viele nützliche Tipps gibt mir der nette Mann vom Restaurant noch mit auf den Weg, und wenn ich Lust hätte, könnte ich ja auch einmal bei seiner Tante vorbeischauen! Die Adresse seiner Tante schreibt er mir glücklicherweise gut leserlich auf. Ich solle von Frankfurt aus einen Direktflug nach Madras nehmen, wenn ich Glück hätte, käme ich sogar schon für knapp 600 Euro dorthin! Natürlich seien zweimal 600 Euro auch irgendwie 1200 Euro, aber mit seiner Hilfe würde ich schon eine günstige Unterkunft finden, versichert er mir.

Eine Woche später habe ich die Unterbringung schließlich mit ihm geklärt: Ich bekomme ein Zimmer beim Halbbruder seiner Tante! Zuerst frage ich mich noch, ob das wirklich so gut sei, mir bisher unbekannten Leuten so zur Last zu fallen, doch er besteht darauf: “Du kannst bei meiner Familie übernachten, für nur 10 Euro pro Tag, inklusive Wasser, Strom, Essen und Trinken: Das ist echt All-Inclusive!”. Er lächelt mir so freundlich und beharrlich entgegen, dass ich zu diesem Angebot schon gar nicht mehr “Nein!” sagen kann und will!

Recht bald später bin ich schon in Indien. Gerade steige ich aus dem Flieger aus, da schlägt mir die Hitze jäh voll ins Gesicht: Eben noch war es angenehm kühl im Flugzeug, jetzt weht ein heißer Wind mit um die 40°C um meine Nase! Beinahe klappe ich zusammen, doch ich kann mich im letzten Moment noch hinsetzen und schnell etwas trinken. Ich besinne mich ein Weilchen lang, dann gehe ich weiter. Kaum in der großen Flughafenhalle angekommen, empfängt mich sogleich jemand, aber anfänglich bemerke ich das nicht einmal!

Ich suche verzweifelt nach einem Mann mit grauem Ziegenbart und Glatze, wo bleibt er nur? “Hallo, sind Sie aus Deutschland?” fragt mich eine Stimme aus dem Nichts! Ich erschrecke mich, sehe mich um, doch ich traue meinen Augen nicht, ist das etwa die Hitze, habe ich gar einen Hitzschlag, der tatsächlich so schlimm ist? Da steht nämlich eine bildschöne Frau vor mir und fragt mich mit zarter Stimme, ob ich aus Deutschland käme! Ich bin wohl beduselt, oder?

“Ich suche hier den Bruder der Schwester meines Freundes. Mein Freund wohnt in Deutschland und betreibt dort ein Restaurant!” entgegne ich der schönen Frau. Sie nickt mir zu und erklärt, sie sei die Tochter jenes Bruders! Ihr Vater hätte sich heute nicht gut gefühlt und er ließe sich entschuldigen. Kann das denn stimmen?

Ein paar Wochen später, es müssen wohl schon drei meiner vier Urlaubswochen vergangen sein, beschleicht mich das wundersame Gefühl, ich will überhaupt nicht mehr nach Hause! Die liebe Frau, der ich vor geraumer Zeit das erste Mal begegnet bin, als sie mich vom Flughafen abholte, ist mir mittlerweile so ans Herz gewachsen, dass ich mich frage: Liebe ich sie etwa bereits nach drei Wochen? Außerdem meinte ihr Vater, er könnte mich in seinem Restaurant echt gut gebrauchen, für die Bilanzen, versteht sich … . Das klingt alles sehr verlockend für mich! Soll ich doch das Angebot nun annehmen und in Indien bleiben?

Zwei Tage vor meiner eigentlichen Abreise habe ich mich schließlich dazu entschlossen, vorerst nicht mehr zurückzufliegen nach Deutschland! Meinen Eltern in Deutschland habe ich auch schon Bescheid gegeben, damit sie eine Zeit lang auf meine Wohnung aufpassen, und mein Chef hat mir bereits spontan 6 Monate unbezahlten Urlaub bewilligt, sodass ich hier jetzt genügend Zeit haben werde, herauszufinden, ob ich wirklich endgültig hier bleiben will, oder nicht. Meine Miete daheim wird derweil von meinen Eltern aus meinem Sparkonto bezahlt! Wie wird es hier in Zukunft für mich werden? Werde ich mich in ein paar Monaten hier weiterhin so wohlfühlen wie momentan? – Im Moment sagt mir mein neuer Job jedenfalls sehr zu, und den ganzen Tag über rieche ich überall diesen leckeren Geruch von indischem Essen!

 

Erwin Müller

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Falscher Tatort

Die Filme aus Italien liebe ich einfach! Ob mit Bud Spencer und Terence Hill, oder auch mit anderen Schauspielern, ist das nicht einfach ein großartiges Filmerlebnis? Nun, vor zwei Jahren beschloss ich endlich, nach Neapel in den Urlaub zu fahren. Es war denn eine Busreise.

Am Abreisetag in München habe ich noch schnell geprüft, ob auch meine ganzen Papiere da sind, doch ich hatte Glück: Alles war da! Also konnte die Reise losgehen. Der Bus fuhr und fuhr stundenlang, und so entschied ich mich, ein kleines Nickerchen zu machen! Dann wachte ich auf, doch es war schon dunkel. Ein Schild am Straßenrand verkündete still ‘Napoli’, sodass ich wusste, wir waren schon da, doch hatte ich wirklich so lange geschlafen?

Wir kamen schließlich im Hotel an, und während die meisten Busreisenden bereits abgespannt und müde von der langen Fahrt waren, hatte ich kein bisschen Müdigkeit in meinen Knochen! Na klar, ich hatte ja auch die ganzen Stunden während der Fahrt über geschlafen … . Die anderen hatten Fotos gemacht von der Landschaft, doch ich hatte die ganze Zeit über nur geschlafen!

An jenem Abend dachte ich mir, ein kleiner Spaziergang könne nicht schaden, weshalb ich daraufhin durch die einsamen Gassen der Stadt schritt. Hier war eine Mama, die Spaghetti kochte, dort ein Papa, der mit seinen Kumpels vor dem Fernseher hockte, eben das typische Italien! Auf einmal hörte ich einen Knall. Ich sah mich um, doch keine Jungs und gleichfalls keine Böller waren in Sichtweite!

Ich ging in eine schmale Straße hinein, dann sah ich auf einmal das Malheur: ein Toter nebst Blutlache! Ich schrie um Hilfe, doch niemand schien zu antworten, war dies tatsächlich die Realität? Nach einer Minute kamen plötzlich ein paar Kerle auf mich zugeeilt, und ich nahm flugs Reißaus! Leider stellten sie mich an der nächsten Kreuzung, und begannen prompt, mich offenbar anzupöbeln. Dann kam ein weiterer Kerl vorbei, der mich auf English fragte, was ich denn hier mache, und ich antwortete ihm verängstigt, ich sei nur spazieren gegangen. Er teilte es den anderen Männern mit, und die begannen, zu lachen!

Ich fragte, was denn hier los sei, und ob sie mich doch bitte am leben lassen könnten. Ein schallendes Gelächter zog sich über Minuten hin, dann erst versuchte man, mir vorsichtig zu erklären “Television! Fernsehen! Capisce?”. Es dauerte ein Weile, bis ich begriff, das alles war nur quasi der italienische ‘Tatort’! Ich sei gerade zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, und normalerweise sei so spät dort eigentlich niemand unterwegs. Deshalb hatten sich die Filmleute auch die Absperrungen um den Drehort herum gespart!

Freundschaftlich sagte mir dann noch der Regisseur auf Deutsch: “Du haben nicht gut hier gehen bei Nacht, weil Familia hiere rischtisch umbringen! Du Glück gehabt, dass nur Film ist! Hahaha!”. Das machte mir darauf auch schlagartig klar, wie gefährlich offenkundig ein spätabendlicher Spaziergang in Neapel sein konnte!

Die restlichen Urlaubstage ging ich folglich nie mehr alleine aus, und nahm zur Sicherheit auch an allen Gruppenaktivitäten der Reisegruppe teil! Wollte ich denn am Ende noch der richtigen Mafia begegnen?

 

Dominik Strauß

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Eine Nacht voller Freude

Ich habe ja schon immer etwas für feurig-scharfes Essen übrig gehabt! Da sollte mir doch auch die echte maxikanische Küche schmecken, meinte ein Freund zu mir. Was hatte ich schon zu verlieren? In einem richtigen mexikanischen Restaurant reservierte ich auch sogleich einen Tisch, und davon war ich dann echt total begeistert: Das Essen schmeckt wirklich viel besser als das Fastfood aus dem Supermarkt!

Da habe ich mir überlegt, doch selber einmal nach Mexiko zu fahren, um noch authentischer das Essen und die Kultur dort zu erforschen! Letztes Jahr war es dann soweit. Mit dem Flugzeug ging es schnurstracks von Frankfurt nach Cancun, wo ich also folglich die nächsten 3 Wochen verbringen wollte. Kaum im Hotel angekommen, sagt mir die freundliche Dame an der Rezeption auch gleich, mein Zimmer stehe erst in zwei Stunden zur Verfügung, da die Putzfrau kurzerhand zur Entbindung musste! Die Ersatzputzfrau würde dann auch sofort nach ihrem Mittagessen mein Zimmer fertig machen … .

Nun, dann nahm ich eben in der Hotellobby Platz. Ein kostenloser Drink und ein Salat zur Entschädigung wurden mir ebenso prompt gereicht wie eine Frankfurter Allgemeine Zeitung! Ist das nicht toller ein Service? Gegenüber, auf der anderen Couch, saß eine junge Dame, die ich zuerst gar nicht richtig zur Kenntnis nahm. Ich schaute mich nur manchmal um, und da bemerkte ich, dass sie mich anscheinend fortwährend lächelnd ansah!

Ich verkroch mich in meine Zeitung, da mir dieses unerklärliche Interesse dieser fremden Frau so äußerst merkwürdig vorkam, und mir zudem noch die Röte ins Gesicht zu steigen schien! Nach einer halben Stunde des Verkriechens hinter der Zeitung wagte ich dann einen leisen Blinzler in Richtung der Frau, und schon hat sie mich ertappt. Ich wurde noch röter, schob die Zeitung wieder über mein Gesicht, und versuchte, durch ein lautes Räuspern an Autorität zu gewinnen.

Es half leider alles nichts, denn ein paar Minuten später setzte sich die Frau sogar neben mich hin! Sie fragte “Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich mich zu ihnen setze?”, und ich erwiderte, mit hochrotem Kopf, “Neine! Na, nein!”. Meine Sprache schien mir nicht mehr ganz zu gehorchen! Warum sollte ich mich auch weigern, neben dieser wundervoll schönen Frau zu sitzen? War das etwa eine Fangfrage?

Sie fing an, sich vorzustellen “Ich bin Helena! Wie ist Ihr Name? Darf ich ‘Du’ sagen?”. Mir blieb fast die Spucke weg, denn sie roch so verführerisch, dass ich sie am liebsten auf der Stelle, na ja, ist ja klar, was ich meine … , aber was sollte ich bloß tun? Diese Frau wollte ganz bestimmt etwas von mir, und das war nicht meine Zeitung!

Ich versuchte, ihr klarzumachen, ich sei nicht so ein Mann für kurze Dinge, doch plötzlich schrie sie laut auf “Was? Deiner ist zu kurz? Du bist kein richtiger Mann?”! Ich wäre fast im Boden versunken vor Schamgefühl, und so schrie ich ebenso laut zurück: “Meiner ist lang und groß, und keine Frau hat sich je darüber beschwert!”. Mir war auf einmal ganz flau zumute! Sie bemerkte das und entschuldigte sich rasch für ihren lauten Ausruf. Daraufhin bot sie mir an, ich könne die eine Stunde, bis mein Zimmer fertig wäre, auch gerne bei ihr im Zimmer verbringen, und wir könnten uns ein richtiges Mittagessen aufs Zimmer kommen lassen, sie würde mich natürlich dazu einladen!

Ich konnte dieser Frau einfach das Angebot nicht ausschlagen! So kam ich mit auf ihr Zimmer. Wir bestellten uns ein Essen, und da das Bett so schön groß war, machten wir es uns dort auch gemütlich. Wir aßen beim Fernsehen, und ehe wir uns versahen, war es Abend geworden! Ich guckte auf die Uhr und wollte gehen, aber sie knöpfte sich auf einmal ihre Bluse auf und drückte mich fest an sich, sodass ich gar nicht anders konnte, als mit meinem Mund an ihren Busen zu geraten … .

Ich kann nur sagen, was in dieser Nacht geschah, das war pure  Magie: Es war einfach die schönste Nacht in meinem ganzen Leben! Am nächsten Morgen ließen wir uns das Frühstück ans Bett kommen. Sie erzählte mir viel aus ihrem Leben, und auch, dass sie einen Mann suche, der ihr viele Kinder schenken würde! Ich guckte und guckte, war ich etwa in einem Traum? Sie meinte, ich hätte bewiesen, ein echter Mann zu sein!

Da wurde mir so warm ums Herz, und ich dachte wohl für einen Moment, meine Traumfrau läge neben mir! So begann ich, auch von meinem Alltag zu erzählen. Ich leerte jeden Morgen zuerst die normalen Mülltonnen für die Stadtreinigung, dann arbeitete ich noch ein paar Stunden in einem Restaurant als Kellner! Ich war mächtig stolz auf meinen Ehrgeiz, und prahlte damit, endlich, nach knapp 10 Jahren ohne Urlaub, mir diese drei Wochen im Luxushotel leisten zu können, wo jede Nacht 500 Euro kostete. Wie sie sich das wohl leisten konnte? Ich fragte sie, warum sie sich denn in eben diesem Hotel einquartiert hätte.

Ihr Lächeln schlug schnell um in ein mitleidvolles Grinsen! “Hier, kannst Du gut gebrauchen! Und übrigens, rasier Dich besser vorm Sex!” hauchte sie mir sanft ins Ohr, während sie mir 500 Euro in die Hand drückte. Ich fragte: “Was soll das?”. Sie sagte nur noch, ich solle doch lieber nachsehen, wo mein Zimmer sei! So war ich völlig entgeistert: War ein Müllmann an sich ihr nicht gut genug, oder wollte sie sowieso nur eine Nacht mit mir?

Ich ging und suchte mein Zimmer, welches ich auch nach einer halben Stunde letztendlich fand! Ein Gefühl kam in mir auf, ich sei so doof gewesen, mich mit jener fremden Frau einfach so eingelassen zu haben, hingegen blieb in mir gleichwohl ein Gefühl der Freude zurück, denn die Nacht mit dieser Frau hatte mir so gut getan wie nichts, was ich jemals vorher erlebt hatte! Jene Frau wusste offenbar ganz genau, was ich brauchte … . Mir kam sie fast vor wie ein Engel, wenn da nicht dieser Ausdruck von Mitleid in ihrem Gesicht gewesen wäre, nachdem sie mich über mein Leben reden gehört hatte!

Ich werde diesen Urlaub meinen Lebtag lang nie vergessen, denn diese tiefe Freude, welche jene fremde Frau in meinem Herzen hat aufleben lassen, hat mich positiv verändert: Ich bin jetzt gelassener und nicht mehr so verklemmt bei Frauen!

 

Herrmann Stepp

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Strahlende Japaner

Vor ein paar Jahren war ich noch im Urlaub, und jetzt diese Katastrophe! Ja, ich weiß, seit der Atomexplosion in Hiroshima um den Zweiten Weltkrieg strahlen die Japaner, aber 2011 gab es immer wieder Erdbeben, doch dann kamen auch noch diverse Kernschmelzen in Atomkraftwerken hinzu … . Ich frage mich wirklich, ob ich jetzt noch dahin will?

Ich möchte zwar einerseits ein paar nette Bekannte wiedertreffen, andererseits ist es ja schön, lächelnd aus dem Urlaub zurückzukommen, aber radioaktiv strahlend? Soll ich etwa übers ganze Gesicht hinweg radioaktiv strahlen? – Das wäre gar nicht auszudenken!

Die Sojasauce, der Wasabi und die Sushis, all das kann ich ja auch hierzulande im guten Restaurant bekommen, muss ich denn nur deswegen nach Japan? Klar, ich werde es vermissen, durch die kunstvoll angelegten Gärten zu schreiten, und auch die Geishas sind echt nicht zu verachten! Was ich mich jedoch am meisten frage, das ist, wie lange es wohl dauert, bis endlich das Land gänzlich ‘entseucht’ wird!?

Es wird mir ja in den Nachrichten immer wieder weisgemacht, Radioaktivität an sich könne überhaupt nicht neutralisiert werden, und die Gifte in einer Reaktorschmelze hätten gar keine Chance, jemals ‘entgiftet’ zu werden. Das frage ich mich dann aber doch: Wozu wird denn überhaupt mit solch einer sprichwörtlichen, ökologischen ‘Zeitbombe’ hantiert, wenn in der Tat absolut niemand sie entschärfen kann?

Ich würde gerne die Leute in Japan treffen, die mir am Herzen liegen, doch ich habe echte Angst davor, dabei möglicherweise verstrahlt zu werden! Wann kommt bloß endlich eine Firma, die den ganzen radioaktiven Giftmüll richtig entsorgt, sodass endlich keine Gifte mehr davon übrig bleiben? Sobald Japan wieder sicher ist, sehe ich mir dann auch persönlich an, was sich da inzwischen so alles verändert hat!

Natürlich kann ich mittels Internet mit allen meinen Bekannten in Kontakt bleiben, aber wie soll ich ihnen helfen, die Radioaktivität wieder einmal zu überstehen? Schon damals, als die Atombomben fielen, hatten ihre Großeltern es überlebt, nun sind sie an der Reihe! Ich kann nur für sie beten. Gott wird ihnen helfen!

 

Dirk Wenzel

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Niagarafälle

Es klopft an der Tür, doch keiner öffnet! Ist denn keiner da? Ja, in der weitläufigen Landschaft von Kanada ist oft sprichwörtlich ‘kana da’, also ‘keiner da’! Zwischen den Siedlungen und Städtchen sind deshalb auch manchmal große Distanzen zu überwinden … .

Doch ist Kanada nur einfach das Land der weiten Prärien und der endlosen Natur? – Tatsächlich hat Kanada kulturell gleichfalls etwas zu bieten: Nicht nur, dass berühmte Persönlichkeiten wie der alte Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise (William Shatner), die Musiker Bryan Adams, Avril Lavigne und Shania Twain in Kanada geboren wurden, Kanada hat auch ein schillerndes Stadtleben vorzuweisen!

Was mir persönlich an Kanada jedoch am besten gefällt, so auf die Ferne zumindest, das sind die Niagarafälle! Die Bilder, die ich davon bereits übers Internet gesehen habe, sind wirklich einfach traumhaft, könnte ich mir denn bei dem Anblich einen noch schöneren Wasserfall vorstellen? Ich will unbedingt dahin!

Jetzt muss ich leider noch ein paar Jahre dafür sparen, aber dann komme ich und lasse mich von den Wasserfällen so richtig umtosen! Ob das wohl gar allzu laut werden wird? Na ja, mal sehen … . Ich hoffe nur, mir wird da oben nicht schwindelig, sonst falle ich auch noch über das Geländer hinüber, und wenn nicht, wie im Film, gleich Superman vorbeigeflogen käme, dann ginge es mir echt an den Kragen!

Vielleicht nehme ich dann doch das Boot, um mir die Fälle von unten zu betrachten, aber ich bin mir darüber momentan noch unschlüssig. Worauf ich hingegen bestimmt nicht vergessen darf, sind meine Videokamera und ein guter Plastikbeutel! Wozu ich den Plastikbeutel hierbei brauche? – Die Umgebung der Wasserfälle ist so feucht, dass meine Kamera davon kaputtgehen könnte, darum packe ich sie, bevor ich das Hotel verlasse, lieber sicher und wasserdicht in eine Gefriertüte ein, nur vorsichtshalber!

Es gibt im Supermarkt so viele verschiedene Gefrierbeutel, dass ich wohl einige Zeit brauchen werde, um die Sorte mit der besten Bildqualität zu finden … , glücklicherweise bleibt mir bis zu meinem Urlaub ja genug Zeit! Wie das alles wohl laufen wird?

 

Alfred Wertz

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