Seidige Träume

Ich liebe das Fahrradfahren! Bisher bin ich ja nur durch die kleinen Mittelgebirge Deutschlands gefahren, einmal ganz über den Feldberg, ein andermal quer durchs Erzgebirge und bis in den Spreewald hinein … . So eine richtige Herausforderung war das aber nocht nicht für mich! Ein Wochenende unterwegs zu sein ist ja ganz schön, drei Wochen Radurlaub, bei dem ich sogar die wirklich kleinen Dörfer zu sehen bekomme, das ist zwar wunderbar, dennoch gibt es das auch jedes Jahr gleich zweimal bei mir, hingegen eine Fahrt in weit entlegene Teile der Welt, hört sich das nicht einfach nach einem riesigen Abenteuer an?

Wer meint, mit dem Auto nach Spanien zu fahren, sei eine kühne Unternehmung, der irrt! Es gab da früher einmal, als die modernen Verkehrswege noch nicht so weit ausgebaut waren wie heute, eine Straße, die eigentlich weniger wie eine moderne Autobahn aussah, und trotzdem hatte sie über Jahrtausende eine wichtige Bedeutung in der Welt: die Seidenstraße. Auf dieser Art historischen Wanderroute lässt es sich nun nicht ausschließlich mehr per Kamel reisen, denn das Fahrrad hat die Welt der Sportbegeisterten längst erobert!

Schon vor längerer Zeit bin ich auf die Idee gekommen, einmal den Spuren alter Seidenhändler zu folgen, leider spreche ich jedoch bis heute kein Russisch, und der Iran ist derzeit ebensowenig ein gutes Pflaster für Touristen! Nun ja, die Vorbereitungen für solch einen Trip sind also offenbar sehr umfangreich. Was würde ich beispielsweise machen, wenn mir 40 Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt plötzlich ein Reifen platzten täte? Oder wie soll ich mich auf einsamer Strecke wirkungsvoll vor Räubern schützen? – So viele Fragen muss ich noch klären, bevor ich dieses Abenteuer endlich in Angriff nehmen kann!

Meine Reise von Frankfurt nach Peking muss wohl noch ein paar Jahre gründlicher Planung gewidmet bekommen, sonst komme ich hier schlichtweg nicht los! Soll mich das Warten aber unterkriegen? – Mitnichten, ich hoffe nämlich weiterhin auf die Verwirklichung meiner Träume!

 

Alfred Eich

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