Ferienerlebnis – Sichtweisen

Meine letzte Reise ist noch nicht so lange her. Zwei Wochen habe ich in Israel verbracht, dem Land mitten im Konflikt des nahen Ostens. Nachdem die typischen Touristenhighlights abgekaut waren (Klagemauer, Ölberg, Holocaustmuseum, Nazareth und das Tote Meer) machte ich mich auf den Weg zur Syrischen Grenze.

Zwei Tage zuvor war es hier zu Aufständen gekommen. Laut deutscher Medien waren bewaffnete Palästinenser über Syrien nach Israel einmarschiert, nach Majdal Shams, einem israelischen Dorf direkt an der Grenze. Dieses Dorf war Ziel meines Ausfluges. Und die Reise hat sich gelohnt, der Weg verschaffte mir ein einzigartiges Ferienerlebnis.

Ich lernte einen israelischen Menschenrechtstypen kennen, der mir erzählte, wie es wirklich abgelaufen war. Die Palästinenser (Frauen, Alte, Kinder…) waren unbewaffnet und friedlich über die Grenze gekommen, um friedlich zu demonstrieren, ein Zeichen zu setzen, dass dies ursprünglich ihr Land war. Doch die israelischen Soldaten, die an der Grenze positioniert waren, schossen sofort und wahllos. Zahlreiche Palästinenser wurden getötet.

Im Dorf gab es keine Spuren von der Gewalt und der Zerstörung der Palästinenser, von denen die ausländischen und israelischen Medien groß berichtet hatten. Die Geschichte des Menschenrechtlers deckte sich mit dem, was ich mit eigenen Augen im Dorf sehen konnte.

Dieses einmalige Ferienerlebnis in Majdal al-Shams, Israel, hat mich eines gelehrt: Die Medien sind israelisch gefärbt und zeigen nur die eine Sicht der Dinge. Glaube nie, was du in der Zeitung liest, solange du es nicht mit eigenen Augen gesehen hast!

 

von Renate S.

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