Ein spannendes Wochenende im Hotel

Wer hätte schon gedacht, dass ich in einem Mordfall zu ermitteln hätte

Das letzte Wochenende habe ich im Hotel in Hillesheim verbracht. Als mir mein Freund den Gutschein für das gemeinsame Wochenende schenkte, hatte ich ja keine Ahnung, wie spannend das werden würde. Ehrlich gesagt, von Hillesheim in der Eifel hatte ich bisher noch nichts gehört. Er sagte mir nur, pack deine Sachen, wir fahren fürs Wochenende nach Hillesheim. Zum Überlegen und Nachforschen hatte ich keine Zeit.

Als wir nach einer langen Autofahrt dort ankamen, dachte ich nur: "Wo bin ich denn gelandet?", bis es mir dann dämmerte, dass ich in einem Erlebnishotel gelandet war und zwar in einem Krimi Hotel. Unser Zimmer war toll eingerichtet und die Menü begleitende Krimi Lesung war echt spannend. Die 2 stündige, kriminalistische Führung durch die kleine Stadt war auch unterhaltsam, toll war mit Sicherheit auch das Krimi Dinner, bei welchem wir mit unseren Tischnachbarn einen verzwickten Krimifall zu lösen hatten. 

Das Beste sind jedoch die Mörderjagd- und Blutspur-Wochenenden, die wir im Nachhinein kennenlernten und buchten. Nachdem wir bereits am Mörderjagd-Wochenende teilgenommen haben, wollen wir dieses Jahr im Übrigen noch das Blutspur-Krimiwochenende buchen. Die Buchung ist nicht beim Hotel, sondern nur bei der Agentur Blutspur möglich. Die Preise sind zwar nicht ganz so günstig, aber für Krimi Fans sind diese Veranstaltungen absolut empfehlenswert. Diese Wochenenden finden im Übrigen nicht nur in Hillesheim statt.

 

Marion Lang

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Ein Sprichwort unter Beweis gestellt

Wie ich unfeiwillig die Lacher auf meiner Seite hatte

Es gibt so einige Sprichwörter, mit denen Automarken aufs Korn genommen werden. Einen davon habe ich zu hören bekommen, als ich mir mein letztes Auto gekauft habe: „Mit dem Ford fort und mit dem Zug zurück.“ Mit dem Gedanken daran, dass es ein Neuwagen war, habe ich das geduldig über mich ergehen lassen, ohne mich darüber aufzuregen. Aber da habe ich auch nicht geahnt, dass ich in den nächsten Wochen so einige Probleme mit dem Fahrzeug zu bewältigen hatte.

Schon nach einigen Tagen klapperte etwas im Motorraum. Ein Besuch in der Werkstatt brachte keinen Erfolg. Dann bin ich mit einer Bekannten eine Runde gefahren und sie lokalisierte das Geräusch vorne rechts. Ich mach den Motorraum auf und sie greift zielgerichtet nach der Flügelradmutter auf der Abdeckung vom Stoßdämpfer. Als wir die festgezogen hatten, war das Geräusch weg. Hätte die Werkstatt eigentlich auch merken müssen. Doch den größten Spott meiner Kollegen erntete ich, als ich nach einem Urlaub an der Ostsee tatsächlich mit dem Zug wieder heimgefahren bin.

Was war passiert? Klar, dass man bei so langen Strecken das Gaspedal auch mal kräftig durchtritt, um – wo erlaubt – schneller voranzukommen. Nach einer halben Stunde mit Tempo 170 leuchtete auf der Heimfahrt plötzlich die Warnleuchte für den Kühler auf. Also: anhalten, nachgucken und feststellen, dass genug Kühlflüssigkeit drin ist, die aber kocht. Als schlauer Autofahrer hat man die Mitgliedskarte vom ADAC in der Tasche und ruft die „Gelben Engel“. Doch der konnte mir auch nicht helfen und hat mein Auto huckepack genommen. Die Werkstatt hatte leider keinen Leihwagen. Aber sie haben uns wenigstens zum Bahnhof gebracht.

Als ich am nächsten Tag mit dem Bus zur Arbeit bin, hatten die Kollegen wieder den Spruch parat. Am Ende stellte sich übrigens heraus, dass es ein Fehler in der elektronischen Steuerung war. Solche Sachen sind mir noch mehr passiert. Das muss ein „Montagsmorgenauto“ gewesen sein…

 

Michael Schulz

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Stress am Flughafen

20 Kilo gilt nicht pro Person sondern pro Koffer

Ich möchte an dieser Stelle mal die Gelegenheit nutzen und alleinreisende Mütter mit Kindern auf die einheitlichen Gepäckregelungen der Lufthansa hinweisen. Ich reise schon seit Jahren mit dieser Airline und bin soweit ganz zufrieden, das Essen ist zwar nicht gerade der Brüller, aber doch noch besser, als sich ein viel zu teures Sandwich bei Easy Jet zu kaufen, das noch nicht mal schmeckt.

Da ich schon seit Jahren mit dem größten, weltweit agierenden Konzern in der zivilen Luftfahrt unterwegs bin, habe ich irgendwann die Einführung höherer Freigepäckmengen und die damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen verpasst. Letztes Jahr flog ich also mit meinen Kindern zu meiner Mutter. Nachdem dort alles viel günstiger ist als bei uns, war ich fleißig einkaufen und kam dann beim Abflug mit etwas schlechtem Gefühl am Lufthansa Gepäckschalter an. Der erste Koffer: 24kg, die Service-Mitarbeiterin sagt nichts und ich atme auf. Der zweite Koffer: 25kg, die Service-Mitarbeiterin: Tut mir leid, aber sie müssen umpacken. Oh shit, denke ich nur, denn auch die dritte Tasche ist randvoll und frage: wieviel muss denn raus? "23kg sind erlaubt, den ersten Koffer habe ich durchgehen lassen, aber jetzt kann ich nicht drüber wegsehen", antwortet sie höflich. Ich nehme also den zweiten Koffer wieder vom Band und beginne umzuladen, puh wird mir warm, keine Ahnung wie ich das umpacken soll…zehn Minuten später stehe ich wieder bei ihr…noch immer 24,..kg, aber sie lässt ihn durchgehen, vermutlich hatte sie Mitleid mit mir. Ich habe beim Flug jedoch nur Angst, dass die in die Tasche gepackten Dinge nun beim Verladen kaputt gehen, aber zum Glück kamen sie heil an.

Meine Freundin ist im Dezember zu ihrer Mutter geflogen…auch allein und mit drei Kindern. Ihre Umpackaktion war noch schöner. Sie war auch der Meinung, dass sie bei vier reisenden Personen 80kg aufgeben dürfte. Das schon, es sind sogar 92kg, aber natürlich schön getrennt auf vier Koffer… Ihre Umpackaktion am Flughafen war demzufolge noch viel stressiger als meine, denn als sie nach dem Umpacken die Koffer aufgeben wollte, wollte Lufthansa zunächst gar nicht mehr das Gepäck annehmen und sie hätte fast ihren Flug verpasst. Na ja, sie hat es dann doch noch ins Flugzeug geschafft, aber ihre Koffer kamen erst einen Tag später.

Daher nochmals der Hinweis von mir: Bei Lufthansa darf man in der Economy Class ein Gepäckstück mit einem Gewicht von bis zu 23kg aufgeben und das gilt pro Person. Falls zwei Personen unterwegs sind, auf keinen Fall auf die Idee kommen, dass man ja 30kg in einen Koffer packen könnte!!!

 

Maria Seitz

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Nebel verhindert Landeanflug in Thessaloniki

24 Stunden auf der Insel

Vor ein paar Jahren wollte ich zu meinem Freund nach Griechenland fliegen, wie immer für ein paar Tage, also für ein verlängertes Wochenende, denn mehr Zeit blieb mir als Studentin und alleinerziehende Mutter zweier Kinder nicht. Das Ganze ist schon ein paar Jahre her, aber ich glaube es war im Mai, also das Pfingstwochenende. 

Mein Flug war nach Thessaloniki gebucht, obwohl das eigentliche Reiseziel eigentlich in der Nähe von Athen lag, aber diese Flugstrecke war einfach viel günstiger. Auch den Mietwagen hatte ich bereits vorher reserviert, ich stieg in den Flieger und freute mich darauf, in wenigen Stunden bei meinem Freund zu sein. Aber ich hatte mich geirrt. Kurz vor Thessaloniki informierte man uns, dass der Landeanflug aufgrund von Nebel schwierig werden würde, der Pilot startete den ersten Versuch, ich sah nichts… nur Nebel…und dann plötzlich die Landebahn und der Pilot zog die Maschine hoch, er hatte sich wohl verschätzt…dann ein zweiter Versuch…das gleiche Spiel. Nach dem dritten Versuch gab er auf und begann um Thessaloniki zu kreisen, denn er musste erst eine Landegenehmigung eines anderen Flughafens einholen. Ja Athen wäre wunderbar gewesen, da wäre ich gleich viel schneller am Ziel angekommen, aber so viel Glück hatte ich natürlich nicht… wir flogen nach Korfu. So ein Mist, erstens kannte ich die Insel schon und zweitens kam ich hier nicht so schnell weg. Wäre es ein Flughafen auf dem Festland gewesen, hätte ich mir ja einen Mietwagen nehmen können, aber diese Möglichkeit fiel hier flach.

Am Flughafen bildeten wir 2er Gruppen und erhielten ein Hotelzimmer. Ich war total genervt, das Schlimme, wir wussten nicht, wann es weitergehen würde. Ich hätte ja angenommen, sicher am nächsten Morgen, aber nein, es musste noch Schlimmer kommen…der Flug nach Thessaloniki war erst für den nächsten Abend geplant. Das bedeutete für mich, dass sich das gemeinsame Wochenende enorm verkürzt hatte, schließlich kam ich erst in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei ihm an und am Montag stand bereits der Rückflug von Thessaloniki nach Deutschland auf dem Plan… Na ja, die wenigen gemeinsamen Stunden waren den Ärger trotzdem wert gewesen! 

 

Jana Schmidt

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Feilschen in Asien

In Asien ist kein Preis fest

Jeder Asienreisende kennt sie, die Touristenpreise. Egal ob auf dem Markt, beim Taxifahrer, Touranbieter oder sogar im Geschäft, man wird als Ausländer über den Tisch gezogen, wenn man nicht aufpasst.

Selbst die Asiaten selbst feilschen unter sich, als ginge es um jeden Cent. Dabei bekommen die Einheimischen immer noch halbwegs faire Preise. Wenn wir dagegen etwas kaufen wollen, dann sind Mondpreise von 300% oder 400% kein Einzelfall. Weil Asien immer noch erstaunlich billig ist, merkt man oft nicht einmal, wieviel man eigentlich zuviel zahlt.

Mir geht es auch gar nicht so sehr um das Geld, als vielmehr um eine gerechte Behandlung. Außerdem wird es in Asien fast erwartet, daß man um jede Kleinigkeit feilscht. Also, warum nicht. Wenn man sich erstmal überwunden hat und die ersten zaghaften Preisverhandlungen hinter sich hat, ist es gar nicht so schwer. Und wirklich, jeder Preis ist verhandelbar.

Die Marktleute sind schon manchmal ziemlich frech mit ihren Preisen, wenn sie einen Touristen vor sich haben. Aber mit am frechsten sind oft die Taxifahrer. Um so mehr mache ich mir einen Spass daraus mein Verhandlungsgeschick an ihnen auszuprobieren.

So wie vor Kurzem in Indonesien. Der Taxifahrer am Flughafen war einfach unverschämt. Aber wir kannten die ortsüblichen Preise und ließen uns nicht für dumm verkaufen. Nach viel Geschrei und Gezeter willigte er also ein uns für 20.000 Rupien zum Hotel zu bringen. Kaum im Land angekommen und schon ein Feilsch Sieg!

Aber zu früh gefreut. Am Abend im Supermarkt stellten wir fest, daß viel weniger Geld da ist, als wir vorher hatten. Diebstahl? Liegen gelassen? Unachtsamkeit? Nein, wir hatten dem Taxifahrer 200.000 Rupien gegeben, statt 20.000. Die 10.000er und 100.000er Scheine sehen sich zum Verwechseln ähnlich…

 

Michael Stark

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Eine Nacht im Schnee

Während meines Sportstudiums musste ich auch das Seminar Erlebnispädagogik absolvieren, um den benötigten Leistungsschein zu erhalten. Das Seminar war ehrlich gesagt recht langweilig, jedoch unternahmen wir zum Abschluss des Semesters mit den ganzen Seminarteilnehmern einen Wochenendausflug .

An einem Freitag Nachmittag trafen wir also alle in der etwas alternativen Unterkunft für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene irgendwo in Thüringen ein. Das Hauptgebäude war einfach, aber ganz nett eingerichtet und das wunderschöne Umfeld mit Indianerzelten etc. wartete auf die Teilnehmer der nächsten Jugendfreizeit. Dort angekommen, bereiteten wir unser Nachtlager und unsere Rücksäcke für den nächsten Tag vor, denn logischerweise gab es dort keine Betten. Zum Abendessen gab es Spaghetti, was sonst?! Wir schliefen alle in Schlafsäcken auf einem erhöhten Podest. Ich verfügte weder über Wanderschuhe noch über einen Rucksack und bekam beide Dinge dann von Anderen geliehen. Zum Glück, denn die Tasche, die ich dabei hatte, hätte ich sicherlich nicht das ganze Wochenende rumschleppen können. 

Am ersten Tag ging es quer durch den Thüringer Wald. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, spielten  verschiedene Gruppen- und Vertrauensspiele und schlugen dann bei Dämmerung unser Lager auf. Eine Gruppe spannte in circa 0,60m Höhe zwei große Planen zwischen den Bäumen, während sich die andere Gruppe ums Lagerfeuer kümmerte. Nachdem die schützenden Planen angebracht waren, legte jeder seinen Schlafsack unter die Planen und man empfahl uns, uns nachts nicht zu dick anzuziehen. Zwei drei dünne Bekleidungsschichten wären viel besser, als dicke Pullover. Vor dem Schlafen gehen, spielten wir rund ums Lagerfeuer sitzend noch ein spannendes Detektivspiel und saßen dort bis spät in die Nacht, schließlich war es dort auch sehr warm.

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, lag doch tatsächlich eine dünne Schneeschicht. Einige der Teilnehmer wachten in nassen Schlafsäcken auf, ich hatte jedoch Glück, weil ich sehr weit hinten gelegen war, kann aber nicht grad behaupten, dass ich gut geschlafen hätte. Der Waldboden war für meine Begriffe viel zu hart. Wir packten also schnell zusammen und begaben uns dann auf den Weg zum Fluss. Unterwegs machten wir noch eine Mutprobe. Mit Sicherheitsgurt befestigt, liefen wir einzeln mit Hilfe von zwei Drahtseilen, die übereinander gespannt wurden, über eine Schlucht. Dummerweise war ich der Meinung gewesen, dass ich keine Handschuhe benötigen würde. Ein großer Fehler, wie sich herausstellte, denn als ich auf der anderen Seite ankam, schmerzten meine Finger höllisch, ich hätte am Liebsten laut geschrien. Erst das Einreiben meiner Hände mit dem eiskalten Schnee führte zur Durchblutung und dem Nachlassen des Schmerzes.

Am Fluss angekommen, warteten dort zwei kleine aufblasbare Boote mit Rudern auf uns. Als wir eine Weile unterwegs waren, bemerkte die andere Gruppe, dass ihr Boot undicht war und bis zur Ankunft füllte sich deren Fortbewegungsmittel auch mit circa 0,20m eiskaltem Wasser. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Schuhe innen auch feucht waren, aber mit Sicherheit nicht klitschnass wie die vieler anderer Teilnehmer. Aber selbst das eindringende Wasser vermochte die gute Stimmung nicht zerstören, so dass wir tatsächlich noch eine Wasserschlacht auf dem Fluss veranstalteten. Ein etwas ungewöhnliches Wochenende und auf seine Art doch einzigartig und unvergesslich.

 

Markus Schmieder

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Die Polizeiwache in China

Wochenende bei der chinesischen Polizei

"Wozu willst Du eine Reisegepäckversicherung abschließen?", hat mich Julie vor unserer China Reise gefragt. Jetzt sind wir in einem kleinen Ort in Yunnan und sie ist glücklich darüber. Ihr Canon Fotoapparat wurde geklaut. Glücklich ist natürlich relativ, schließlich sind unsere ganzen Fotos von einer Woche China weg. Aber zumindest den finanziellen Schaden bekommen wir von der Versicherung erstattet. Alles, was wir brauchen, ist eine Bestätigung von der Polizei. Nichts leichter als das

Auf der Polizeiwache in der kleinen chinesischen Vorstadt hält uns jemand in Zivil am Tor auf. Er schaut eher aus wie ein Hausmeister, als wie ein Polizist. Mit Gesten und einer Zeichnung gibt er uns zu verstehen, daß wir in 2 Stunden wiederkommen sollen. Scheinbar ist niemand da. Ist in China die Polizei am Samstag nicht zuständig?

2 Stunden später sind wir zurück an der Wache. Wir werden vom "Hausmeister" in ein Büro begleitet und warten dort auf einen Polizisten. An der Wand hängen die Bilder vom Kommandanten und seinen Untergebenen. Nach 10 Minuten kommt endlich ein weiterer Chinese in Zivil. Er sieht aus, wie der stellvertretende Kommandeur auf dem Bild an der Wand.

Wir erzählen ihm unser Anliegen und er scheint zu verstehen. In gebrochenem Englisch erklärt er daß wir die Bestätigung bekommen, aber erst nachdem wir mit ihm zusammen "Bastwall" machen. Julie stupst mich an, und flüstert "Der hat ne Alkoholfahne". Jetzt rieche ich es auch. Ich frage verwirrt nach, was "Bastwall" ist.

Unser neuer Freund erklärt, daß er extra wegen uns an seinem freien Samstag in die Wache kommen musste und deswegen machen wir jetzt erst "Bastwall". Er deutet auf den Innenhof der Wache. Mir wird die Situation immer unheimlicher. Dann kommt noch jemand in das Büro. Dieser Mann sieht aus wie der Kommandeur auf den Fotos und ist ebenfalls in Zivil.

Er grüßt uns mit "Nihao". Er kann wohl kein Wort englisch, aber auch er scheint uns nach "Bastwall" zu fragen. Als wir die beiden nur noch unschlüssig anschauen, verlassen sie einfach das Büro. 5 Minuten später hören wir Lärm im Innenhof. Als wir hinaus schauen, sehen wir den Kommandeur und seinen Stellvertreter Basketball spielen. Der Hausmeister schaut interessiert zu.

Uns ist das nur noch unheimlich und wir haben sicher keine Lust auf "Bastwall" mit 2 betrunkenen Chinesen. Wir schenken uns die Bestätigung…

 

Thomas Schilling

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Der geheime Strand in China

Chinesische Touristenhorden im Li Fluss

Naturleben und Nachtleben, das ist Yangshou in China. Eigentlich wollten Sarah und ich 2 Tage bleiben, aber wir blieben 2 Wochen. Umringt von unzähligen Höhlen und Kalksteinfelsen, geprägt durch den Li Fluss, wird das Gebiet nicht langweilig. Und in Yangshou selbst reihen sich Restaurants an Bars an Karaokeschuppen.

Unser Lieblingsort ist der sogenannte "Geheime Strand" am Li Fluss. Der "Geheime Strand" ist nicht besonders geheim, jeder hier kennt ihn. Trotzdem ist es tagsüber schön ruhig dort. Sarah und ich schwimmen gerne einmal ans andere Flussufer und sonnen uns dann. Auch heute schwimmen wir einmal hin und… …nicht mehr zurück. Wir kommen nicht an den vielen Touristenschiffen vorbei.

Der Li Fluss ist unglaublich beliebt bei Inlandstouristen. Unter anderem, weil eine Felsformation auf dem 20 Yuan Geldschein dargestellt ist. Besonders beliebt ist dabei die Schiffahrt von Guilin nach Yangshou. Heute ist Samstag und die Anzahl der Touristenschiffe ist mindestens fünf mal so hoch wie sonst.

Zunächst denken wir uns nichts Böses und warten einen guten Moment ab. Wir schwimmen mehrfach bis zur Mitte und schnell wieder zurück, wenn ein Schiff gefährlich nahe kommt. Wir halten uns wieder an einem Baumstamm am anderen Ufer fest. Es ist absurd!

Die Chinesen auf den Booten winken uns zu und machen Bilder von uns Ausländern mit teilweise enormen Objektiven. Sie freuen sich wahrscheinlich über Sarah's langes, blondes Haar. Sarah freut sich nicht mehr, sie will zurück zu unseren Sachen. Aber da ist nichts zu machen, der Strom von Booten reißt nicht ab. Wir sind gute Schwimmer, aber nicht lebensmüde.

Ein wenig lebensmüde werden wir dann doch, als wir 1,5 Stunden später in einer größeren Lücke zu unserem Ufer durchschwimmen. Das glaubt uns daheim kein Mensch!

 

Markus Feist

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Ein Kopf hart wie Fels?

Berge, Wiesen und Kühe, soweit das Auge reicht, so stellte ich mir immer das Allgäu vor! Als ich dann zum ersten Mal dorthin kam, musste ich mich fragen, warum denn nicht überall die Kühe waren, und warum war das Vieh in der Werbung denn ausgerechnet lila? – In der Tat gibt es keine lilanen Kühe, und selbst im Allgäu findet man auch Städte, in denen nicht eine einzige Kuh zu leben scheint!

Man blickt an vielen Orten auf in die majestätisch anmutende Bergwelt empor, und des Öfteren begenet dem Wanderer sogar ein Brunnen, dessen Wasser nahezu eiskalt dahinplätschert. Die Welt von Heidi ist voller Wunder, von den Tannenwäldern bis hin zum Bergglühen! Auch wenn die Realität heute leider nicht mehr ganz so ruhig aussieht wie in Märchen, die in einer Zeit vor fast zweihundert Jahren spielen, hat die Welt der Alpen deshalb etwa für mich ihren Charme verloren? – Nein, der Zauber der Berge ist nämlich damals wie heute eindrucksvoll präsent!

Ob die deutsche Partnachklamm sich wirklich als kleiner Bruder des amerikanischen Grand Canyons verstehen lässt, hängt sicher hauptsächlich vom Betrachter ab! Sicher ist mir aber, dass in beiden Schluchten die Natur uns eindrucksvoll zeigt, wie flüssiges Wasser sich durch festen Stein regelrecht fräsen kann. Sind Naturschauspiele wie dieses nicht auch einer Gründe, warum wir immer wieder ehrfürchtig erkennen, wie sehr der Vater im Himmel uns allen einen wundersamen Platz bereitet hat, an dem wir wieder und wieder aufs Neue die Welt und uns selbst verstehen lernen können?

Ich habe mir diese Gedanken gleichfalls gemacht, und so bin ich letzes Jahr dann nach Garmisch gefahren! Man sollte es nicht für möglich halten, aber als ich beginne, so ganz entspannt durch die Klamm zu laufen, da trifft mich auf einmal der Schlag und ich gehe zu Boden … . Ich will wissen, wer das war! Dann sehe ich den lachenden Felsvorsprung an der Decke und frage ihn mürrisch: “Na, Du harter Felsen, mein Kopf ist härter als Du! Glaubst Du, ich finde Dein Böckchenspiel wirklich witzig?”. Der Felsen erschien davon jedoch unbeeindruckt und zeigt mir weiter die kalte Schulter … .

Ich stehe also wieder auf und gehe von nun an einfach bedächtiger vorwärts. Was war das nur für ein Tag? Am Abend ging ich zwar letztlich mit hämmernden Kopfschmerzen ins Bett, und dennoch fühlte ich mich ansonsten gut, denn bis auf den Zusammenstoß mit dem Felsen war der Tag super! Ein tolles Essen, frische Luft, viele nette Leute und ein weiches Bett, in das ich mich am Ende hineinfallen lassen konnte, was soll ich mich da beklagen, einzig wegen einer Beule?

 

Ulrich Zimmer

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Liebe mit Strudel

Im Urlaub rein durch Zufall die Liebe des Lebens zu finden, das will doch jeder, oder? Diesen Sommer hatte ich wieder einmal in Österreich Urlaub gemacht. Bereits drei Jahre in Folge bin ich jetzt zum Sommerurlaub da gewesen! Die Berge, die Wälder und die Seen dort sind schlichtweg einzigartig: Ist das nicht einfach herrlich?

Die ganze Landschaft um mich herum, in dieser Gegend, strahlt ganz deutlich diese eine Botschaft aus: Hier bin ich frei, hier bin ich im Urlaub und kann mich entspannen! Zu all dem angenehmen Urlaubsflair kommt noch hinzu, dass das Essen nicht nur traumhaft duftet, sondern auch ebenso gut schmeckt, doch was würde ich von meinem Urlaub ansonsten schon mehr erwarten als pure Erholung?

Wie ich da so an einem schönen Sonntagnachmittag im Café sitze und meinen Apfelstrudel genieße, der dort sogar von Hand frisch zubereitet wird, fragt mich eine Frau plötzlich von hinten: “Ist hier noch frei?”. In meinem urlaubsheiteren Österreichisch antworte ich: “Ja, freilich!”. Jetzt geht das große Gespäch los!

“Woher kommen Sie, sind Sie von hier?” – “Na, des bin I nett, aber ich spreche gerne diesen Dialekt!” Sie lächelt mich an, und ich lächle zurück. “Aus Düsseldorf komme ich!” – “Ach, und ich bin aus Dresden! Sie kommen anscheinend öfter hierher?” Ich nicke mit dem Kopf. “Ja, und mit jedem Jahr fühle ich mich hier wohler!” – “Ah, Sie sind also ein Mann, der fest entschlossen ist, nach Österreich auszuwandern?” Sie guckt mich mit humorvoll fragwürdiger Miene an. Ich muss schmunzeln: “Ja, eigentlich wäre das keine schlechte Idee, nur da ich eben meinen Job in Deutschland habe, komme ich wenigstens zum Urlaub nach Österreich.”.

Schnell wird klar, dass wir beide gerne im Land des Apfelstrudels Urlaub machen. Die folgenden zwei Wochen treffen wir uns täglich! Wir frühstücken gemeinsam, essen gemeinsam Mittag usw. … . Tatsächlich verbringen wir den jeweils ganzen Tag gemeinsam! Zwei Tage vor meiner Abreise wollen wir uns, wie üblich, voneinander bis morgen verabschieden, doch aus dem Küsschen auf die Wange wird unerwartet ein richtiger Kuss. Was war das gerade? Habe ich da eben ihre Zunge gefühlt?

Wie küssten uns immer und immer wieder, die halbe Nacht lang! Am letzten Tag stand fest: Wir haben uns verliebt! Was sollten wir nur tun? Normalerweise hätte ich ja arbeiten müssen ab Montag. Kurzerhand bat ich deshalb meinen Chef aber um zwei Monate unbezahlten Urlaub, und er willigte ein! So konnte ich mit nach Dresden kommen und feststellen, dass sie genau die Frau war, nach der ich mein ganzes Leben lang gesucht hatte!

Schließlich fand ich einen Job in Dresden, und seitdem sind wir untrennbar ein Paar!

 

Winfried Hassel

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